Studio-Schließungen

  • Es passiert ständig, mal hier mal da ....
    Für mich in diesem Jahr erschreckend schon die Schließung von Bizarre Creations, traf es ja auch Propaganda Games und ich weiß nicht wen noch. Doch hier mal die aktuellste Meldung und damit ein Topic, wo man gesamt über alles diskutieren kann:



    THQ: Kaos & THQ: Warrington geschlossen
    Binnen einer Woche hatte sich Homefront über eine Mio. Mal verkauft und war 2,4 Mio. Mal an den Handel ausgeliefert worden. Damit war der Shooter das mit Abstand erfolgreichste Spiel des Publishers in der jüngeren Vergangenheit.


    Wirklich gedankt hat es das Unternehmen seinem Tochterstudio wohl nicht: Sowohl Develop als auch Kotaku berichten mit Bezug auf gut informierte Quellen, dass THQ Kaos Studios heute wohl geschlossen hat. THQ nenne das ganze eine "strategische Neuausrichtung der internen Studiostruktur". Der Grund dürften wohl aller Voraussicht nach die hohen Betriebskosten des Teams gewesen sein, welches im nicht gerade für günstige Preise bekannten New York angesiedelt ist.


    Gegenüber Gamasutra bestätigte man die Maßnahme und teilte mit, dass kommende Homefront-Titel von THQ Montreal produziert werden.


    Dem Vernehmen nach hat der Publisher allen Entwicklern die Offerte unterbreitet, eine Stelle im Montreal-Studio oder anderen internen Studios anzunehmen. Neben den grundsätzlich etwas niedrigeren Kosten spart THQ dort bekanntermaßen viel Geld durch die Standortförderung in Quebec. Wer nicht umziehen will, darf sich allerdings nach einem neuen Job umsehen.


    Kaos war einst aus den von Electronic Arts geschlossenen Trauma Studios hervorgegangen, welche an Battlefield 2 mitgewirkt hatten. Trauma wieder hatte seine Wurzeln in der Mod-Szene, wo man sich mit dem Desert Combat-Mod für Battlefield 1942 einen Namen gemacht hatte. Vor Homefront hatte Kaos Frontlines: Fuel of War für THQ abgeliefert.


    Gänzlich unerwartet dürfte die Schließung nicht gekommen sein: Schon Ende Januar war spekuliert worden, dass THQ auf einen Umzug des Studios nach Kanada besteht.


    Laut Develop hat der Publisher auch in Großbritannien den Rotstift angesetzt und die Schließung des Warrington-Studios angeordnet. Das einst als Juice Games bekannte Teams hatte die Juiced-Reihe produziert und zuletzt an den Download-Titeln Red Factio: Battlegrounds: und Warhammer 40.000: Kill Team gearbeitet.


    Kaos Studios hatte zuletzt ca. 70, THQ Warrington etwa 45 Mitarbeiter.


    Quelle: 4Players


    Ich wusste gar nicht, dass man Juiced Games überhaupt einen neuen Namen verpasste.
    Das aus Rage hervorgegangene Studio, das damals an Lamborghini und Juiced arbeitete, ist nun also auch Vergangenheit. Schade...
    Und trotz des Titels "erfolgreichstes Spiel" des Publishers, wird ein Studio einfach geschlossen wegen hoher Standortkosten. Eine Schande...

  • Wie muss es algemein den Mittarbeitern von Entwicklungs-Studios gehen, wenn selbst die Macher oder Puplishern von Rekordverkäufen mal eben so aufgelöst werden? Welche Sicherheiten haben die denn noch, wenn selbst gute Leistungen kein Garant für ein bleibendes Arbeitsverhältnis sind? Ob denen Ihr Job noch Spaß macht? Ich hab da so meine Bedenken ...
    Jedenfalls wird deren Job mehr und mehr zum undankbarsten der Welt. Keine schöne Entwicklung!

  • Zitate von Bizarre Creations Membern:


    "Ich denke nicht, dass die Atmosphäre in den Jahren vor Activision großartig anders war", so Martyn Chudley. "Wir waren immer stolz darauf, unabhängig zu sein. Als Activision uns jedoch übernahm, glaubten wir wirklich, dass sie unsere Kultur in Ruhe lassen würden. Für eine Weile lief es gut, aber dann änderte sich dieses Feeling langsam."


    "Wir waren kein unabhängiges Studio mehr und entwickelten nicht mehr 'unsere' Spiele - wir erschufen Spiele, um Slots zu füllen. Obwohl wir an jedes davon glaubten, waren sie doch mehr Produkte von Vorständen und Analysten. Die Kultur, die wir so lange aufgebaut hatten, zerfiel schrittweise und gerade genug, um das Gefühl zu haben, dass es nicht mehr 'unseres' war."


    Design Manager Gareth Wilson glaubt, dass auch die Vergrößerung des Studios der Atmosphäre geschadet hat:
    "Es ist heutzutage für jedes Studio eine Herausforderung, jedem im Team das Gefühl zu geben, dass sie wirklich etwas zu einem Spiel beitragen, wenn es weit über 100 Leute geben könnte, die an einem einzelnen Titel arbeiten."



    Im Februar schloss Activision schließlich Bizarre Creations, bot dem Management jedoch an, das Studio zurückzukaufen.
    "Ohne zu sehr ins Detail zu gehen, ja, es gab [eine Möglichkeit]", so Martyn Chudley. "Aber ich persönlich war der Meinung, dass es weitaus mehr Sicherheit für das Wohlsein Unternehmen gegeben hätte, wenn eine dritte Partei hinzugekommen wäre."


    "Auf alle Fälle war Bizarre seit der Übernahme noch größer geworden und wir hatten einfach nicht die Fähigkeiten, Kapazitäten und Gelder, um uns um 200 Leute zu kümmern",sagt Sarah Chudley. "Martyn und ich waren immer Menschen mit kleineren Unternehmen, aus diesem Grund traten wir auch zur Seite, als wir erkannten, dass es jemanden mit der Fähigkeit zur Führung größerer Firmen brauchte."


    Quelle: Eurogamer




    Tja, da weiß man kaum noch, was man dazu schreiben soll ... :mh:

  • Erst schließen sie Studios ... dann gründen sie neue. Muss man das verstehen?? :huh:
    Na mal sehen wie lange die Leute einen Arbeitsplatz haben werden. Am Ende wurde das Team mal wieder für ein kleines Projekt "erschaffen", damit man es gleich nach Release wieder zerschlagen kann. Ganz gleich wie gut sich das Spiel auch verkauft ... :mh:

  • Da hat sich auch EPIC GAMES zu Wort gemeldet:


    'Dumme Akquisitions-Strategien Grund für Studio-Schließungen'

    Mike Gamble, Chef der Europa-Sparte von Spielentwickler Epic Games, ist in einem Interview mit der englischsprachigen Webseite eurogamer.net hart mit Publishern ins Gericht gegangen, die unüberlegt kleinere Entwicklerstudios aufkaufen.


    "So etwas passiert aufgrund von dummen Akquisitionen. Das ist meine persönliche Sichtweise. Meiner Meinung nach gab es Akquisitionen durch Publisher, zu denen diese absolut kein Recht hatten - naja, sie hatten das Recht, weil sie das Geld hatten - aber was war denn bitte der Sinn daran, dass ein bekannter Inhaber von Franchises für Kinder ein Hardcore-Racing-Studio aufgekauft hat? Das macht doch keinen Sinn", so Gamble in Anspielung auf die Übernahme von Black Rock Studios durch Disney.


    Eine gute Sache hätte diese Miesere allerdings, so Gamble weiter. Aus den ganzen Studioschließungen würden hervorragende kleine und unabhängige Entwicklerstudios hervorgehen, die grandiose Arbeiten ablieferten.


    "Die Spiele die ich von Indies und kleinen Entwicklern zu Gesicht bekomme sind brillant. Ich liebe es. Wirklich interessant und kreativ. Sie haken nicht irgendwelche Punkte von Publishern ab, die ihnen sagen, sie hätten diese Lücke im Portfolio und es gebe diese Statistik und man müsse jenes kreieren. Sie spielen einfach mit Konzepten herum, damit, wie die Dinge kontrolliert werden. Das ist sehr kreativ."


    Quelle: OnlineWelten.com

  • Ebenfalls von Onlinewelten.com:


    Diverse Studios geschlossen und weiterer Franchise eingestellt
    Bei Publisher THQ knarzt es aktuell ordentlich im Gebälk: Nachdem kürzlich erst die Einstellung der Marke Red Faction aufgrund hinter den Erwartungen zurückgebliebener Verkaufszahlen des letzten Ablegers Red Faction: Armageddon bekannt gegeben wurde, hat es nun auch MX vs. ATV erwischt.


    Die Offroad-Rennspiel-Marke wird einer Pressemitteilung zufolge mit sofortiger Wirkung eingestellt. Des weiteren soll zukünftig auch Abstand von Entwicklungen im Bereich lizenzierter Kinder-Spiele sowie auf Film-Franchises basierenden Titeln genommen werden:
    "THQ befindet sich aktuell im Prozess, sein Produkt-Portfolio weg von lizenzierten Kinder-Spielen sowie auf Film-Franchises basierenden Titeln zu bewegen. Außerdem haben wir uns dazu entschieden, die weitere Entwicklung des Franchises MX vs. ATV nicht weiter voranzutreiben."
    Aus diesen Entscheidungen resultieren allerdings auch Konsequenzen für diverse Mitarbeiter des Unternehmens. So kündigte THQ im gleichen Atemzug die Schließung von zwei Entwicklerstudios in Australien und die Auflösung eines Entwicklerteams in Phoenix an. In Qualitätssicherungs-Abteilung in besagter Stadt soll hingegen erhalten bleiben.


    Bei den beiden geschlossenen australischen Entwicklerstudios handelt es sich übrigens um Blue Tongue Entertainment, das sich zuletzt für de Blob 2 verantwortlich zeichnete, und um das in Brisbane ansässige THQ Studio Australia, das unter anderem an Megamind und Avatar: The Last Airbender mitwirkte. In Phoenix hingegen entstanden die verschiedenen Ableger der Rennspielserie MX vs. ATV. Insgesamt 200 Mitarbeiter verlieren im Zuge der Umstrukturierungen ihren Job.




    Ist schon traurig, wie in der heutigen Zeit ein Studio nach dem anderen geschlossen wird.
    Aber man sieht, wie sich die Entwickler neu formarieren, neue Studios gründen und dann in der Regel Social Gaming betreiben.
    Nur ob das ein Trend in die (wirklich) richtige Richtung ist?

  • Codemasters: Guildford-Studio wird geschlossenVor einigen Tagen erst hatte Codemasters Bodycount veröffentlicht. Der Shooter, dessen Produktion alles andere als reibungslos verlief, enttäuschte sowohl in wertungs- als auch absatztechnischer Hinsicht auf ganzer Linie.


    Da wohl auch Operation Flashpoint: Red River nicht die Erwartungen des Publishers erfüllen konnte, zieht man laut GI.biz jetzt Konsequenzen: Der Hersteller will sein 2007 gegründetes Guildford-Studio komplett schließen. Statt noch Action- oder Strategiespiele zu produzieren, will sich Codemasters jetzt auf seine Stärke konzentrieren: Der Rennspielbereich. So soll das Birmingham-Studio ausgebaut und mit einem zweiten Team verstärkt werden. Schon im Juli hatte man durchblicken lassen, dass es neben etablierten Reihen wie F1 oder Dirt auch Pläne für eine neue Marke gibt.


    Mit der Schließung des Guildford-Studios werden ca. 66 Angestellte ihre Arbeitsplätze räumen müssen. Es stehe ihnen frei, sich für Jobs in den Studios in Southam und Birmingham zu bewerben.


    Quelle: 4Players


    Und dabei hatte ich immer den Eindruck, die vergleichsweise wenigen Codemasters Spiele seien in der Regel immer richtig gut. :whistling:

  • Recht überraschend schloss nun kürzlich Sony auch das hauseigene Liverpool Studio. Es gilt wohl als eines der weltweit ältesten Studios und wurde 1984 gegründet und als Psygonis bekannt (Lemmings, WipEout, Shadow of the Beast, Destruction Derby). Kennt das noch wer?


    Übrigens kramte der Publisher Interplay einen alten Namen wieder hervor und gründete das Black Isle Studios neu ...

  • Hab bei dem Namen gleich die Eule vom Logo vor Augen ...


    Wipeout, Destruction Derby und Co:
    In der Tat echt tolle Spiele die echt Laune machten und auch verdammt gut aussahen!
    Doch irgendwie hatte ich auch schon länger Nichts mehr von denen Gehört... kann das sein?
    Finds jedenfalls schlimmm, dass selbst so gute, bekannte und erfahrene Studios plötzlich die Türen schließen. Wie kann da sein? Würde schon ein Grund dafür genannt?

  • Der grund liegt wie heute immer im Geld.
    Wenn es kein Call of Duty , kein Fifa, kein Need for Speed , kein Medal of Honor ,kein Battlefield usw. ist ,wird es nicht mehr gekauft und wenn doch wird es nur schnell durchgespielt und wieder verkauft.Multiplayer zB ist heutzutage gar nicht mehr möglich weil immer die Lobbys leer sind.
    Wenige verkäufe keine Online Comunity sagt den Publishern das man dort Geld sparen kann und dadurch ist halt kein platz mehr für studios die nur noch alte Erfolge vorzuweisen haben.und nur noch geht so Games wie zB Psygnosis mit den neueren Wipeout Spielen hat. :thumbdown:

  • Man merkt das sich viel verändert hat seit damals.
    Die Spieler der alten Schule entfernen sich langam von den Spielen weil sie keine Lust auf DLCs, Downloads und Festplattenabhängigkeiten haben,
    während die neue generation eher Doodlejump fürs Handy kauft, statt viel Geld in große Entwicklungen zu stecken.


    Da fragt man sich doch wirklich, was aus dem Hobby Videospiele mal werden soll wenns so weiter geht.

  • Den Gedanken hatte ich auch schon. Da darf man gespannt sein, ob das früher oder später so kommen wird und wen es dann in den Riun treibt. Sony? Nintendo? EA? ...

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