Sollte man noch EA-Spiele kaufen?

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    • Sollte man noch EA-Spiele kaufen?

      Ich vermute mal, dass bereits jeder von dem Programm Origin gehört hat, dass EA benutzt. Der Sinn dieses Programmes ist für EA besonders, dass sie feststellen können, ob es sich nicht um gebrannte/kopierte Spiele handelt und man den Artikel tatsächlich erworben hat, um Spielupdates zu machen und Fehler im Spiel zu erkennen. Dabei scannt das Programm jedoch den gesamten PC. Das heißt, dass alles was sich auf eurem PC an Daten befindet als Informationen abgespeichert werden. Nicht unbedingt das, wovon man begeistert ist. Vorallem weil es auch ein eindringen in die Privatsphäre ist. Bei einigen Dingen ist es noch schlimmer, wenn man z. B. Passwörter oder ähnliches auf dem PC hat. Was man eigentlich nicht haben sollte, aber doch einige sie auf dem Rechner abspeichern.

      Hier eine Stellungnahme von EA zu den Battlefield 3-Spielern, da Media Markt vor dem Kauf warnte (31.10.2011):
      Liebe Kunden und Battlefield-Fans,

      In den vergangenen Tagen sind einige Unklarheiten bezüglich der Lizenzvereinbarungen und Datenerhebungen unserer Origin-Plattform aufgetreten. Wir bedauern die Verunsicherung, die dadurch entstanden ist, und möchten Sie heute über den Stand der Dinge informieren. Die wesentlichen Fakten zur Diskussion haben wir hier für Sie zusammengefasst:
      Wir haben die Endnutzer-Lizenzvereinbarung von Origin aktualisiert, um im Interesse unserer Spieler mehr Klarheit zu schaffen. Die aktualisierten Origin Lizenzvereinbarungen können Sie hier einsehen.
      Uns ist ganz wichtig zu betonen: Origin ist keine Spyware. Weder nutzen noch installieren wir Spyware auf Ihren PCs. Origin erfasst in begrenztem Umfang Informationen, die notwendig sind, um Ihnen das Kaufen, Herunterladen, Zugreifen und Spielen von Games und Spiele-Inhalten zu ermöglichen. Die Informationen werden zudem benötigt, um Online-Verbindungen mit anderen Spielern herzustellen sowie Inhalte und Software-Updates direkt auszuliefern. Die Daten werden auch dazu genutzt, das Auftreten kleinerer Software-Fehler sofort zu erkennen und auszubessern.
      Auf Informationen wie etwa Bilder, Dokumente oder persönliche Daten, die nichts mit der Ausführung des Origin-Programms auf Ihrem System zu tun haben, wird weder von uns zugegriffen noch werden sie von uns gesammelt.
      Alle Informationen, die wir mit Origin erheben und nutzen, stellen sicher, dass Sie so einfach wie möglich auf Ihre Spiele zugreifen und dabei den vollen Service und das beste Spielerlebnis genießen können, das EA zu bieten hat.
      EA nimmt den Datenschutz seiner Nutzer sehr ernst. Wir haben alle Vorkehrungen getroffen, um Ihre persönlichen und anonym erhobenen Nutzerdaten zu schützen.
      Die Lizenzvereinbarungen von Origin entsprechen branchenüblichen Datenschutzerklärungen, wie sie von vielen anderen populären Web Services verwendet werden. Soweit erforderlich werden wir selbstverständlich mit den zuständigen staatlichen Stellen zusammenarbeiten um sicherzustellen, dass unsere Richtlinien gesetzeskonform sind und bleiben.

      Mit Origin kann man nicht nur Spiele kaufen, herunterladen und aktualisieren, es integriert vor allem auch soziale Funktionen wie Profile, plattformübergreifende Freundeslisten und Chats. Sämtliche Daten, die das System erhebt, dienen allein dem Zweck, Ihr Online-Spielerlebnis noch weiter zu verbessern.

      Wir hoffen, dass einige Ihrer Fragen damit erst einmal beantwortet sind und würden uns freuen, wenn Sie schnell wieder „zurück ins Spiel“ kommen. Im Namen von EA Deutschland wünschen wir Ihnen weiterhin viel Spaß mit Battlefield 3!

      Ihr
      Olaf Coenen
      Geschäftsführer von EA Deutschland

      Quelle:ea.com/de/news/neuigkeiten-zu-…vereinbarungen-bei-origin


      Das hört sich ja erst einmal sehr beruhigend an, aber warum warnen dann selbst Verbraucherschützer davor? Erhebt das Programm wirklich nur die Daten, die es fürs Spiel benötigt? Inzwischen gibt es fast keine Spiele von EA mehr, die ohne Origin laufen. Viele Verbraucher schreckt das ab, denn was weiß man den inzwischen groß über das Programm. Außerdem warnt die Verbraucherzentralle davor und das nicht zum ersten Mal. Selbst Sims3 updated nicht mehr über den alten Patcher, sondern über Origin. Ansonsten kann man keine Updates mehr ziehen, aber immerhin noch spielen. Bei vielen anderen Spielen sieht es ähnlich aus und einige, wie Battlefield 3, sind nicht mehr ohne Origin zu starten. Warum dieser Zwang?

      Seit 15. November 2011 soll nun jedoch endlich eine Änderung im Vertrag vorgenommen worden sein, der das Programm als größtenteils ungefährlich einstuft:
      Update 15. November 2011: Es gibt gute Nachrichten: Nach einem Update wird EA Origin auf (unseren) Rechnern nicht mehr als Malware erkannt und auch die frische Analyse der überarbeiteten Nutzungsbestimmungen durch Rechtsanwalt Thomas Schwenke hat ergeben, dass Origin endlich den Status erreicht zu haben scheint, der für Nutzer als größtenteils unbedenklich einzustufen ist:

      Thomas Schwenke: Die EULA der Anwendung Origin wurde aufgrund der Nutzerproteste mittlerweile drei Mal aktualisiert, wobei die beanstandeten Punkte aus den EULA gestrichen worden sind. Die EULA enthält keine Klauseln mehr, welche die Weitergabe der Nutzerdaten für Marktforschungszwecke oder das heimliche scannen des gesamten Computers inklusive aller installierten Software und Daten, erlauben. Vielmehr steht in der EULA ausdrücklich: „Von der Anwendung werden keinerlei Daten wie Bilder, Dokumente oder sonstige mit der Anwendung nicht in Zusammenhang stehende persönliche Daten aufgerufen oder erhoben.“ Zur Wahrung des Kopierschutzes wird branchenüblich ein Geräte-ID-Code des Computers erstellt, der nicht auslesbar gespeichert wird und eine mehrfache Nutzung der EA-Spiele auf verschiedenen Rechnern verhindert. Klauseln, die jegliche Haftung und Gewährleistung ausschlossen, wurden komplett gestrichen. Ebenfalls werden die Nutzer nicht gezwungen sich an englische Gerichte zu wenden und auch die deutschen Verbraucherrechte werden nicht ausgeschlossen. Hinweise auf die Datenerhebung (z.B. IP-Adresse) werden nun wie vom Gesetz gefordert, in den EULA durch Fettschrift hervorgehoben und verständlich dargelegt. Die Nutzerdaten dürfen nun nicht überall in der Welt, sondern nur in den USA und Kanada gespeichert werden.

      Im Ergebnis kann die EULA abgesehen von kleinen Beanstandungen als branchenüblich und annehmbar bezeichnet werden. Hätte EA sie von Anfang an so gestaltet, hätte es die Nutzerproteste nicht gegeben. Nachdem EA nun auch mehrfach beteuert hat, dass die Datenerhebung laut EULA weiter reichte als die tatsächlichen Möglichkeiten von Origin, ist nun abzuwarten, ob die Untersuchung der NRW-Datenschutzbeauftragten dies bestätigt. Was bleibt, ist ein erheblicher Vertrauensbruch und die Frage, ob EA tatsächlich versuchte die Nutzer auszuspähen oder schlichtweg nicht an die deutschen und europäischen Rechtsstandards gedacht hat.

      Quelle: gamestar.de/spiele/battlefield…origin,45612,2561554.html


      Was haltet ihr denn von Origin? Glaubt ihr das Programm ist unbedenklich? Oder würdet ihr lieber davon abraten?
      Cornix cornici oculos non effodit. - Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus.
    • Also ich weiß überhaupt nicht so recht, was ich davon halten soll.
      Ich glaube man macht sich aber besonders darüber Gedanken, wenn man diverse Spiele überhaupt besitzt.
      Vielleicht ist es mir im Moment so ziemlich egal, weil ich kaum EA Spiele habe oder kaufe.
      Andernfalls würde ich mir da wohl mehr Gedanken drum machen.
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    • Allein schon, weil es EA ist, sollte man sich keine Spiele von ihnen kaufen. Die Firma ist sozusagen der Platzhirsch, unangefochten und machtvoll. Sie haben das Geld und scheren sich nicht wirklich, was mit der Kundschaft passiert. Die Sache mit Origin ist natürlich wieder eine neue Unverschämtheit, die sie sich da erlauben. Ich verstehe den Sinn des Programms sowieso nicht. Kennt hier jemand Steam? Würde mich wundern, wenn nicht. Das gibt es schon seit Jahren und hat sich etabliert und durchgesetzt und nun will EA, die sogar selbst Spiele über Steam vertrieben haben, ihr eigenes Ding durchziehen und was vom Kuchen abhaben. Nicht nur, dass sie dann nur EA-Spiele vertreiben können, was den Spielekatalog schmälert, dazu kommen auch noch haufenweise Ärgernisse, von wegen, dass der Computer gescannt wird oder der Account ohne Benachrichtigung einfach gesperrt werden kann, sofern er für einige Monate inaktiv war (und damit natürlich alle Spiele weg sind). Ich hasse EA. Ich hasse sie einfach so sehr und sie sind der Tumor, der die Industrie tötet.

      "The only entertaining thing about '3D' is that it looks like the emoticon for 'topless woman wearing an apron'."

    • Ja, Steam kenne ich. Das ist schon eine interessante Plattform, die Valve da aufgezogen hat. Dass EA sich seine eigene Plattform nun aufbaut, kann ich auch nicht so ganz verstehen. Machen das am Ende aber alle, dann gibts auf Steam am Ende gar nix mehr oder nicht mehr exklusiv und alles verteilt sich wieder bzw. muss jeder Spieler sich wieder auf zig solchen Plattformen extra anmelden. Dann hat man den Sinn auch schon fast wieder verfehlt ...
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    • Ich halte von Steam genausoviel... oder sollte ich sagen wenig wie von Origin. Ich muss ganz klar sagen, ich will den Scheiß nicht (sry für den Ausdruck). Ich will ganz einfach in Laden, mirn Spiel kaufen, nen NoCD Patch rauf (um CDs und Laufwerk zu schonen, ja es ist legal sofern man das Original besitzt) und loszocken. Nicht mehr und nicht weniger.

      Ich will nix was mein System scannt, geht schliesslich niemanden an was auf meinem Rechner ist, was mir sowas wie ne Sociale Community oder Chatprogramm aufzwingt oder sonst irgendwas. Wenn dann würde ich ein OPTIONALES Programm für sowas bevorzugen, aber mit sicherheit nichts auf zwang.
    • So kann es kommen:

      "Wegen fehlender Kundeninformationen beim Computerspiel Battlefield 3 hat der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) den Hersteller Electronic Arts abgemahnt. Dieser habe nicht ausreichend darüber aufgeklärt, dass die Kunden eine dauerhafte Internetverbindung benötigen, um das Spiel zu nutzen. Zudem müssen Kunden die Zusatzsoftware Origin installieren, ohne verständlich informiert zu werden, was diese auf ihrem Computer genau macht. Gegenstand des Verfahrens sind außerdem Vertragsklauseln, die Verbraucher nach Auffassung des vzbv unverhältnismäßig benachteiligen. Die Abmahnung erfolgt im Rahmen des vzbv-Projekts Verbraucherrechte in der digitalen Welt."

      Quelle: vzbv.de/8256.htm
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    • Ich verstehe auch nicht, was das mit Origin soll. Wenn jetzt jeder sein mit seinem eigenen Zeug anfängt, ist das am Ende auch nur kontropoduktiv. Steam ist doch toll geregelt, so wie es von Valve gemacht wurde. Wenn sich alles auf verschiedene Wege aufteilt, geht am Ende alles den Bach runter oder jedes der Portale bietet kaum noch etwas besonderes. Und dann lohnt es sich auch kaum noch sich da anzumelden. Aber das wird wohl die Zukunft zeigen. Das dann noch mit solchen Maßnahmen zu versehen, wie es EA macht, ist auch nicht förderlich - wie man sieht.
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