Autohersteller Opel - Rettung aus ...???

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    • Autohersteller Opel - Rettung aus ...???

      Die Sache mit dem Opelkonzern unter der Leitung von GM aus Amerika ist ja eigentlich so ziemlich durch, aber dennoch scheint keiner so recht zu wissen, was nun genau Sache ist. Opel ist ja nun schon lange kein deutscher Konzern mehr, sondern gehörte eben zu Amerika und GM. Diese gingen in die Insolvenz und Deutschland setzt alles daran, Opel dort rauszukaufen, wenn ich das richtig mitbekommen habe. Hierbei gab es mehrere Gespräche zwischen den Ländern, zwischendurch wurde Deutschland nicht wirklich ernst genommen aber unterdessen wurde wohl eine Lösung gefunden. Doch wie sieht die genau aus? Opel gehört nicht mehr zu GM aber doch wohl auch nicht zu Deutschland. Ich hörte etwas von wem in Österreich und einer Firma, in die viele Gelder durch russische Beteiligte fließen soll. Das soll wohl bedeuten, dass Opel viel eher zum russischen Konzern geworden ist, man dort mit der Opel-Technik eigene Wagen verbessern will und in Deutschland trotzdem Opel-Werke geschlossen werden sollen? Sprich, es verlieren wieder viele Leute ihren Arbeitsplatz?! Doch welche Hilfe hat Deutschland denn nun mit dem Millionen an Geldern geleistet oder haben sie (wieder) nur Steuergelder verschwendet?
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    • Geld für Opel auszugeben, war aus meiner Sicht von vornherein ein Fehler.
      Wie Wirtschaftsminister Zu Guttenberg schon ganz richtig sagte, wäre eine geordnete Insolvenz die bessere Möglichkeit gewesen.

      So, wie es jetzt ist, würde der deutsche Staat, der durch die Wirtschaftskrise eh schon tiefer in die roten Zahlen zurückgerutscht ist, Staatshilfen für ein marodes Unternehmen verpulvern, dessen Überleben nach wie vor in der Schwebe hängt.

      Du sprichst den österreischischen-kanadischen Zulieferer Magna an, der mit Hilfe der russischen Sberbank die Mehrheit an Opel anstrebt, während GM eine 35%-Beteiligung behält.
      Magna würde bei diesem Modell 20% halten, die Sberbank 35%, die übrigen 10% würden an die Mitarbeiter gehen.
      Mit GM Europa (Opel) wollen die Investoren, wer hätte es gedacht, unter anderem den russischen Markt erobern.

      Allerdings ist da noch gar nichts entschieden.
      Momentan sind die 65% in Besitz einer vom deutschen Staat kontrollierten Treuhandgesellschaft, die 35% bleiben, so wie es momentan aussieht, dauerhaft in der Hand von GM.

      Zusätzlich hat der chinesische Autobauer Beijing Automotive Industry und Daimler-Partner in Asien (BAIC) trotz abgelaufener Bieterfrist die Erlaubnis zur Einsicht in die Opel-Bücher erhalten und hat, auch dank, verglichen mit Magna, größerer Zugeständnisse, momentan gar keine so schlechten Karten.

      Mit Opel will der Konzern, der dem Vernehmen nach eine Arbeitsplatzgarantie für Deutschland anstrebt, Finanzkreisen zufolge einen globalen Autobauer schaffen.
      PS: So, meine Gelenke schmerzen. :lol!:
      Ich hoffe, das bringt dich auf Laufende.
      Das doktorische Ratespiel

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    • Also würde Deutschland sozusagen diese Anteile dann wieder weiterverkaufen an Interessenten oder wie darf ich das jetzt sehen? Ich verstehe in dem Fall nicht, was sich Deutschland da so sehr reinhängt, wo Opel doch eigentlich keine deutsche Firma mehr war. Ob die dann in die USA oder zu Russland gehören, wo liegt da der Unterschied? Und was hat der dt. Staat damit am Hut? So richtig verstehe ich das ganze Durcheinander jetzt nicht.
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    • Anders als Zu Guttenberg denkt der Großteil der Regierung meiner Meinung nach eben eher an die anstehenden Wahlen.
      Aus diesem Grunde hat sich die SPD aus meiner Sicht auch so für Arcandor eingesetzt.

      Opel, das Kernunternehmen von GM Europa, bechäftigt in Deutschland mehrere tausend Arbeiter.
      Desweiteren ist die Zentrale nach wie vor in Rüsselsheim, ebenso wie die Entwicklungsabteilung.
      Hier ist der Zusammenhang zu finden.

      Die Adam Opel GmbH ist also tatsächlich noch eine deutsche Firma, die aber wiederum im Besitz des amerikanischen Herstellers General Motors war.
      Chrysler, obwohl lange Daimler zugehörig, war ja auch nach wie vor eine amerikanische Firma.

      Diese Treuhandgesellschaft wird Opel dann an den besten, lies solventesten, Bieter verkaufen.
      Bis dahin ist Opel technisch gesehen tatsächlich zu knapp zwei Dritteln in deutscher Hand.
      Zu 35% gehört Opel (und wird es auch nach dem Verkauf) zu GM.
      Das doktorische Ratespiel

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    • Aber was ist denn aus der Idee geworden, Opel mit einem anderen dt. Auto-Hersteller zu fusionieren? Ich meine da war etwas; anbei habe ich gleich noch den Namen "Ford" im Ohr. Ja, ich glaube von denen sprach man ...
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    • Von Ford als Fusionspartner wüßte ich nichts.
      Bei Fords Dimensionen wäre auch das wohl eher eine Übernahme gewesen.

      Du erinnerst dich womöglich an Fiats Angebot an einer Übernahme Opels.
      Dem italienischen Autokonzern wurde damals schon vorgeworfen, mehr an den Patenten von GM Europa als an der Firma interessiert gewesen zu sein.
      Zu ähnlich war die Modellpalette, die sich in mehreren wichtigen Klassen direkt überschnitt.
      Das doktorische Ratespiel

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      ... ändere ich die Fragen
    • Ja stimmt schon, kann auch eine Übernahme gewesen sein. Jedenfalls sprach man davon und es wundert mich, dass das jetzt irgendwie Schnee von gestern sein soll. Besteht daran kein Interesse mehr seitens Ford oder war das eher im Sinne von Deutschland gewesen, Opel irgendwie an eine andere Autokette zu hängen, die auch in Deutschland agiert oder wie kam überhaupt "Ford" ins Gespräch?
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    • Fiat? Vielleicht hab ich auch nur etwas durcheinander gebracht. :uh:
      Ich hatte nur etwas mit "F" im Kopf. Wahrscheinlich war's dann Fiat, aber ich war bei Ford. Dann wäre das ja auch geklärt, lach. Aber Fiat hat wohl keinen Zuschlag bekommen oder wieso ist die Angelegenheit plötzlich vom Tisch?
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    • Genau deswegen.

      Fiats Angebot war wohl nicht ansprechend genug.
      Überhaupt frage ich mich wie geschrieben, wie Fiat abgesehen von Opels Patenten von einer Übernahme hätte profitieren können.
      Die Modellpalette ist sehr ähnlich, eigentlich zu ähnlich.

      Mal ganz davon abgesehen, daß Fiat selbst auch nicht unbedingt finanziell gesund ist.
      Auch der italienische Autokonzern ist tief in den roten Zahlen.
      Das doktorische Ratespiel

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    • Überhaupt frage ich mich wie geschrieben, wie Fiat abgesehen von Opels Patenten von einer Übernahme hätte profitieren können.


      Naja mit dem Insignia hätte man eine gute Mittelklasse Limosine und mit dem Astra ein seit langem etablierten Kompakten. Zum anderen ist dann auch die schnellere und Kostensenkende Platformnutzung möglich. Ein sehr gutes beispiel ist im GM Konzern der Vauxal Monaro (England) der auch als Pontiac GTO (amerika) und Holden Monaro (Australien) verkauft wird. Und auch bei den Motoren könnte man sich "bedienen".
      Und zu schluss ist auch noch das Image entscheident. Ich will Fiat ja nicht schlecht reden aber der "Blitz" wird einfach öfter gekauft.
      Ich leb in meiner eigenen Welt. Das ist OK, man kennt mich dort.
    • Natürlich wäre die Plattformnutzung bei zukünftigen Modellen ein Argument gewesen.
      Nur liebäugelt Fiat in fast jeder Größe mit dem gleichen Kundenbaum.
      Das hätte früher oder später zum "Kapazitätenabbau" geführt und das wäre sicherlich in Deutschland zuerst passiert.

      Fiat und Opel sind einfach zu ähnlich.
      Anders als bspw. bei der VW AG, bei der die Plattformnutzung fast schon perfektioniert wurde.
      Hier hat jede Marke eine eigene Identität, obwohl sich die eigentlichen Modelle teilweise kaum unterscheiden.
      Seat ist die sportliche Firma, Skoda für den kleinen Mann gedacht, Audi die Premiummarke und Volkswagen das Auto für den Durchschnittsdeutschen.
      Ob das jetzt preislich nach wie vor so hinkommt ist eine andere Frage, aber dieses Bild hat sich beim Kunden eingestellt.

      Dazu kommen in meinen Augen Fiats eigene finanzielle Schwierigkeiten als Problem hinzu.
      Auch das italienische Unternehmen ist ja noch immer in den roten Zahlen, auch wenn sich durch den aktuellen Vorstand einiges zum Besseren geändert hat.

      Fiats Image, wie Du schon erwähnt hast, kommt nur noch verschärfend hinzu.
      Schon die teilweise starke Präsenz GMs Anfang bis Mitte der 90er hat der Firma Opel sehr viel Schaden zugefügt (zusätzlich zur mageren Qualität dieser Jahre).
      Fiats Name ist mit einem ähnlich schlechtem Ruf in Punkto Qualität behaftet.
      Das doktorische Ratespiel

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    • Anders als bspw. bei der VW AG, bei der die Plattformnutzung fast schon perfektioniert wurde.


      Nur müssen die aufpassen das sie nicht noch öfter solch sinlos Experimente wie den Fox bringen. Mit dem Lupo haben sie schon einen Kleinstwagen warum dan auch noch mit dem Fox in die selbe Kerbe schlagen?
      Das kostet nur unötig Geld und der Markenbezogene Kunde der seit Jahren VW kauft muss sisch nun plötzlich entscheiden zwischen eigentlich dem selben Auto.
      Ich leb in meiner eigenen Welt. Das ist OK, man kennt mich dort.
    • So ganz verstanden habe ich die zeitweise Doppelbesetzung der kleinstwagensparte auch nicht.

      Inzwischen ist der Fox ja als Nachfolger des Lupo etabliert und als Produkt Brasiliens wohl auch einen ordentlichen Tacken billiger zu produzieren.

      Ob diese Produktion die von VW erwartete Qualität halten kann, ist allerdinga sehr zweifelhaft, was durchaus zu einem Problem werden kann.
      Auch von relativ günstigen VWs erwarten die Kunden VW-Qualität.
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    • Sagt mal stimmt es, dass GM unterdessen Opel doch nicht verkaufen will? GM gab diesbezüglich sogar ein Schreiben an den amerikanischen Präsidenten oder so, damit Opel nicht verkauft werde? Und bei Magna wisse man zudem auch nicht mehr so recht, ob die wirklich als Käufer in Frage kämen und so weiter? Was geht in Sachen opel überhaupt grad so ab? Dachte, Deutschland hätte Opel schon lange zu einem entsprechenden Prozentteil den Autohersteller erworben und wolle diese in die Hände von sonstwen legen? :fragezeichen:
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    • GM, frisch gestärkt aus der Insolvenz hervorgegangen und inzwischen zu fast 3/4 in Staatshand (USA und Kanada), soll in der Tat gar nicht mehr so erpicht darauf sein, seine Europasparte zu veräußern.

      Angeblich will GM die vielen feinen Patente nicht verlieren.
      Ganz besonders nicht an Magna, hinter dessen Angebot auch die russische Staatsbank Sberbank steht.
      Der belgische Finanzinvestor RHJI dagegen wird von vielen Experten nur als Übergangsträger angesehen, der Opel bei nächstbester Gelegenheit wieder an GM verkaufen würde.
      Das doktorische Ratespiel

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    • Also ich muss ja sagen, dass von mir aus alles beim alten bleiben kann. Bisher hat's doch mit Opel bei GM auch funktioniert oder etwas nicht? Und wenn die nun wieder im Aufwind sind, muss das für Opel ja nicht schlecht sein oder? Also wieso wird darüber plötzlich so gestritten? Was will Deutschland eigentlich? Wollten die nicht Opel und Arbeitsplätze retten? Ist das damit aktuell nicht eigentlich schon geschehen? :kkratz:
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    • Schwer.
      Es weiß ja keiner, wie es mit GM weitergeht.

      Der amerikanische Autoriese wird ja nicht ewig in staatlicher Hand bleiben und bisher ist der Aufwind mehr Abwrackprämienbedingt (auch die Amerikaner haben so etwas, allerdings nicht mehr sehr lange).
      Ob GM es auch ohne den Staat (der unter Obama selber immer tiefer in die Schulden gerät) schafft, stark zu bleiben, ist zumindest aus meiner Sicht zweifelhaft.
      Das doktorische Ratespiel

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    • Original von Störtebeker
      Ob GM es auch ohne den Staat (der unter Obama selber immer tiefer in die Schulden gerät) schafft, stark zu bleiben, ist zumindest aus meiner Sicht zweifelhaft.


      Kannst du mir das mit den größer werdenden Schulden kurz erläutern? Würde das dann auch gern in Zusammenhang mit GM und Opel verstehen wollen. Weil, momentan ist das in meinem Kopf eher so: :fragezeichen:
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    • Experten schätzen, daß das Staatsdefizit in den nächsten 10 Jahren auf 9 Billionen (!) Dollar ansteigen wird.

      GM ist momentan in Staatsbesitz, um die Firma vor dem völligen Kollaps zu retten.
      Deswegen ist sie in die Insolvenz gegangen, wodurch den Gläubigern das ihnen zustehende Geld verwehrt blieb.
      Dauerhaft wird dieser Zustand sicher nicht bestehen, zumal so leicht der Eindruck von Wettbewerbsverzerrung entstehen könnte.

      Sollte GM sich auf Dauer nicht erholen können, dann gehen auch Obama die Argumente für weitere Geldspritzen aus.
      Auf die Dauer wäre GM so nicht überlebensfähig.
      Und ist GM nicht überlebensfähig, geht Opel mit unter und wird wahrscheinlich als erstes, dann meiner Meinung nach bereits größtenteils ausgeschlachtet, veräußert.
      Wahrscheinlich würd dann nur noch der Name überbleiben.
      Das doktorische Ratespiel

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